Was ist regenerative Landwirtschaft?

Das Ziel der regenerativen Landwirtschaft ist es, die Funktion der Ökosystemprozesse wiederherzustellen und zu optimieren. Wenn der Boden Wasser aufnehmen und speichern kann, wenn Mineralien zirkulieren und für die Pflanzen verfügbar sind, wenn die Biodiversität erhöht wird und die Pflanzen optimal Photosynthese betreiben können, sind die Voraussetzungen gegeben für eine resiliente und zukunftsfähige Landwirtschaft.  

Regenerative Landwirtschaft geht über den ökologischen Landbau hinaus, indem sie die Ressourcen, die sie nutzt, verbessert, anstatt sie zu verbrauchen, indem sie die Gesundheit der Böden fördert und dadurch bewirtschaftete Land wird dadurch gesünder, vielfältiger und produktiver wird. 

Die regenerative Landwirtschaft ist in hohem Maße kontextspezifisch. Es gibt kein einheitliches Rezept, dass für alle Betriebe passt. Ein Betrieb, sein Umfeld und die Menschen, die ihn bewirtschaften, sind einzigartig und müssen immer berücksichtigt werden. Es gibt jedoch einige Schlüsselpraktiken.  

Dazu gehört, nicht oder nur wenig zu pflügen, den Boden möglichst lange mit lebenden Pflanzen oder Mulch zu bedecken, mit Untersaaten und Zwischenfrüchten zu arbeiten, ganzeitliches Weidemanagement einzusetzen, synthetische Dünger, Pestizide, Herbizide und Fungizide zu vermeiden und stattdessen organische Dünger zu verwenden.

Getreidefeld durchsetzt mit Mohnblüten und mit Bäumen im Hintergrund

Oft wird auch von den fünf Grundsätzen der regenerativen Landwirtschaft gesprochen:

  • Möglichst geringe Bodenbearbeitung
  • Förderung der Biodiversiät
  • Dauerhafte Durchwurzelung des Bodens
  • Dauerhafte Bodenbedeckung
  • Integration von Tieren

Das sind in den meisten Fällen sehr sinnvolle Maßnahmen. Aber auch hier gilt: es kommt immer auf den Kontext an, auf die Situation vor Ort, das Land und die Menschen, die es bewirtschaften. Die Regeneration des Landes ist ein fortdauernder Prozess, der sich immer wieder daran messen lässt, wie sich die Ökosystemprozesse entwickeln, ob Humus aufgebaut wird, ob der Boden mehr Wasser speichert und ob die Biodiversität sich erhöht.  

Die bekannten Bio-Zertifizierungen arbeiten in der Regel anders: dort werden bestimmte Praktiken vorgeschrieben oder untersagt. Aus einer ganzheitlichen Sicht, aus der Sicht des Holistic Management, sind ergebnisbasierte Monitoring-Verfahren sinnvoller. Deswegen hat das Savory Institut EOV entwickelt, die Ecological Outcome Verification.

Dieses Monitoring-Verfahren macht sichtbar, wie sich tägliche Management-Entscheidungen auf das Land auswirken und wie sich die Ökosystemprozesse entwickeln. Die Monitoring-Ergebnisse dienen als Basis für zukünftige Planung. Zusätzlich zeigen sie Kund:innen und Stakeholdern klar den Umweltnutzen der Landbewirtschaftung. 

Hier liegt die große Stärke des Holistic Management: es hilft, in der Komplexität der Natur und im Spannungsfeld aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren, die richtigen Entscheidungen zu treffen. 

Ein Holistic Management Grundkurs ist der beste Einstieg, um die Prinzipien und die Rahmenstruktur zu verstehen und anzuwenden. Mehr dazu findest du hier. Zusätzliche Informationen zum Holistic Management gibt es hier.

Kuh mit Hörnern und Kälber auf einer Weidefläche mit Büschen und hohem Gras

Newsletteranmeldung

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.